Fingerrollenrost

Müller Fingerrollenroste werden als Siebmaschine eingesetzt, um noch verschmutztes, jedoch verwertbares Material der Vorsiebanlage aufzubereiten und zu reinigen. Dies bedeutet, dass man mehr verwertbares Material für die Weiterverarbeitung erhält und hingegen normaler Siebmaschinen der Fingerrollenrost auch bei sehr schlechtem Wetter und schlechtem Material vom Vorsieb eine sehr gute Trennung und Klassierung erzielen kann.

 

 

Wie beim Müller Rollenrost wird auch beim Müller Fingerrollenrost aufgrund des speziellen Aufbaus und der Rotation der Achsen und der Rotationssterne, welche eine Umfangsgeschwindigkeit von ca. 2 m/sec haben, eine ständige Bewegung des Siebgutes erzielt. Durch die Rotation und Schleuderbewegung wird das Aufgabegut entzerrt und hin- und hergeschleudert, so dass die lehmigen Bestandteile vom Aufgabematerial abgereinigt werden. Ausschlaggebend hierfür ist die speziell entwickelte Fingerform, die das Material hoch schleudert.

Durch die ständige Bewegung werden feuchte, lehmhaltige und schwer trenn- und reinigbare Materialien wie z. B. Haftlehm und Steine entsprechend der Spaltweite abgetrennt.

Bei extrem schmutzigem Aufgabegut und hohen Leistungen empfiehlt es sich zwei Fingerrollenroste abgestuft zu schalten. Dadurch wird erreicht, dass der erste Fingerrollenrost hauptsächlich zur Trennung und Klassierung des Aufgabematerials, der zweite Fingerrollenrost zur Abreinigung des anhaftenden Lehms am Aufgabegut seine Wirkung erzielt.

 

Müller Fingerrollenroste werden je nach Aufgabematerial, Verunreinigungsgrad und Einbausituation in unterschiedlichen Längen, Breiten, Spaltweiten und Ausführungen hergestellt.

 

Um die Aussiebung der Maschine an das Aufgabegut flexibel anzupassen empfiehlt es sich die Antriebe des Fingerrollenrost mit Frequenzumrichter auszurüsten.

Der Fingerrollenrost hat eine Kapazität bis zu 350 to/h. Aufgegeben werden Gesteins-Materialien bis zu einer Größe von 250 mm. In der Maschine erfolgt eine Trennung und Reinigung vom 0 - 20 bis zu 0 - 40mm. Die Trenngröße ist durch die Öffnung zwischen Rund- und Fingerscheibe fest eingestellt und kann durch Verwendung der Frequenzumrichter ungefähr um +/- 30% verändert werden.

 

Die Achsen des Fingerrollenrostes werden dem Aufgabegut entsprechend aus Spezialstahl in Stärken bis ca. 120 mm gefertigt. Die Mitnehmerscheiben werden aus verschleißfestem Spezialstahl in Form von abgebogenen Fingern hergestellt. Die zwischen den Formscheiben sitzenden Distanzscheiben sind ebenfalls aus Stahl gefertigt. Durch die spezielle Form der Fingerscheiben und die spezielle Anordnung wird ein Verstopfen der Achsen und Zwischenräume verhindert.

Angetrieben wird der Fingerrollenrost über drei Antriebsachsen, welche die Kraft auf die gegenüberliegende Seite übertragen. Dort werden die einzelnen Achsen über starke, im Ölbad laufende Rollenketten angetrieben. Die Ölversorgung der Ketten erfolgt über eine Zentralpumpe. Die Achsen laufen in Pendelrollenlagern mit Schmiermöglichkeit und können wahlweise auch über eine Zentralschmierung versorgt werden.

Der Antrieb erfolgt je nach Größe des Fingerrollenrostes über Elektro-Normmotoren mit bis zu 3 x 15 kW Aufsteckgetriebe. Die Antriebseinheiten stehen auf separaten Konsolen die mit der Stahlkonstruktion des Fingerrollenrostes verbunden sind.